Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation
Anerkennung, Halle 2025
Eine außergewöhnliche Bauaufgabe, das neue Zukunftszentrum für deutsche Einheit und europäische Transformation – es soll Geschichte erzählen, richtungsweisende Ideen für gesellschaftliche Zukunftsaufgaben geben, mit niedrigschwelligen Angeboten das Demokratieverständnis stärken, ein tektonisches Vorbild der Nachhaltigkeit sein.
Die prominente Stadtscholle am Riebeckplatz wird zur Landschaftsskulptur gefaltet, zur Melange aus Architektur und Landschaft geschichtet und zum prägnanten Zukunftszentrum transformiert. Durch die Landschaftsfaltung werden spannungsreiche Raumfolgen und vielfältig nutzbare Freiräume generiert, die vom Vorplatz bis zum Rooftop-Spielfeld öffentlich zugänglich sind. Der Park am Zukunftszentrum wird im Sinne einer klimaresilienten Stadtentwicklung zu einem mikroklimatisch wirksamen Stadtwald entwickelt, der Kohlendioxid und Feinstaub bindet, Frischluft speichert und temperaturregulierend wirkt. Die Bestandsbäume werden weitestgehend erhalten und durch 200 neue Baumpflanzungen aus stadtklimafesten Arten zu einem Mischwald ergänzt, der im Norden des Grundstücks dichte Baumdächer und im Süden lichte Baumhaine ausbildet. Durch eine effektive Pflanzung im Baumraster können aktuelle Methoden aus syntropischen Baumschulen übertragen werden, sodass ein Drittel der Parkbäume eine spätere Verpflanzung in den Stadtraum erwartet. Das Zukunftszentrum entwickelt ein enge Verbindung mit Halle und trägt zur resilienten Stadtentwicklung bei. Durch dieses robuste Konzept können zusammen mit Bestandsbäumen und Dachbegrünung über 350 Bäume auf dem Areal Platz finden. Der Artenreichtum des Stadtwaldes erhöht nicht nur die Diversität der Flora und Fauna, sondern spiegelt auch die Vielfalt der Europäischen Union wider. Unter dem schattigen Dach des Stadtwaldes entstehen nutzungsoffene Freiräume, die angeeignet, frei bespielt, und entdeckt werden können. Zugunsten der Landschaftsentwicklung und des Klimaschutzes werden die bodengebundenen Freiflächen im EG extensiv genutzt und die intensiveren Nutzungen auf den Dachflächen des Zukunftszentrums angeboten.
studio/cm






