Neue Feuerwache Binz
Anerkennung, Binz 2024
Das Baugrundstück befindet zwischen den Ortsteilen Binz und Prora in grüner Lage geprägt durch natürlichen Kiefern- und Buchenwald. Wer einen Strandspaziergang an der Prorer Wiek unternimmt, findet überall dunkelgraue Feuersteine mit weißen Einschlüssen und angeschwemmte Muschelschalen. In Prora am Jasmunder Bodden kann man Feuersteinfelder besichtigen. In der Gemeinde Binz sind die strahlend weißen Häuser der Bäderarchitektur prägend. Die Gebäudehülle des Neubaus nimmt diese Motive in Form der weißen Fenster und Einfassungen, sowie der dunklen Klinkerfassade auf. Das Gebäude fügt sich harmonisch und unauffällig in den natürlichen Kiefernwald ein.
Um den Eingriff in Natur und Landschaft gering zu halten, werden weitläufige Grünflächen mit Arten der potenziellen natürlichen Vegetation bepflanzt. Baumpflanzungen mit heimischen Kiefern und Buchen werden durch eine Unterpflanzung mit Heidekraut, Heidelbeeren und Gräsern ergänzt. Große Grünbereiche werden als artenreiche Wiesen angelegt, die eine hohe Biodiversität und einen geringen Pflegeaufwand aufweisen. Auch die Stellplatzanlagen für PKW und Fahrräder werden mit Rasenlinern ausgebildet, um der sommerlichen Aufheizung entgegenzuwirken. Die Alarmausfahrt und die Bewegungs- und Übungsflächen der Feuerwehr werden in einem hellen Farbasphalt ausgeführt. Das gesamte Oberflächenwasser der befestigen Flächen wird in den Vegetationsflächen gesammelt und versickert.
In den Freiflächen am Eingangsbereich entsteht ein einladender Aufenthaltsbereich, wo die Feuerwehrfrauen und -männer vor und nach ihren Einsätzen am Lagerfeuer zusammenkommen, grillen und gemeinsam Lieder singen können. Kreisförmig angeordnete Holzbohlen bieten dafür komfortable und robuste Sitzmöglichkeiten und vermittelt den Charme eines, aus Treibholz gebauten, Strandlagerfeuers. Eine leichte, modular erweiterbare Konstruktion aus Stahlträgern und Membranen bietet Schutz vor Sonne, Wind und Wetter. Die Traditionsfläche wird in den „Ring of Fire“ integriert, indem jedes ehemalige Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Binz auf einem Metallschild am Ende der Sitzbohlen namentlich erwähnt wird und fortan mit den Anderen am Feuer sitzt.



