Nagoldufer

Calw, in Umsetzung

Das ehemalige Bauhof-Gelände der Stadt Calw wird entsiegelt, die Gebäude – mit Ausnahme der historischen „Georg-Baumann-Halle“ – abgebrochen. So entsteht in zentraler Lage eine naturnahe Freifläche, die Raum für Naturschutz, Klimaanpassung und Umweltbildung bietet. Gleichzeitig entsteht ein barrierefreier Begegnungs- und Erholungsort mit kulturellem Angebot für die Bewohner*innen Calws und der umliegenden Vororte. Edukative Elemente vermitteln Wissen zu Arten- und Naturschutz sowie Klimawandel.
Der Walkmühleweg wird teilentsiegelt und barrierefrei an den Park angebunden. Klare Wege führen vom Eingang an der Georg-Baumann-Halle direkt zum Bestandssteg über die Nagold und verbinden den Uferweg mit der Walter-Lindner-Sporthalle im Süden sowie dem nördlichen Parkzugang. Ein Trampelpfad entlang des naturnahen Ufers erschließt Aufenthaltsbereiche mit Buntsandsteinblöcken und lädt zum Verweilen ein.
Heimische Bäume, Sträucher und Wildblumen schaffen mehrstöckige Vegetationsschichten, Schattenbereiche und Lebensräume für Tiere. Uferbereiche werden durch Sträucher geschützt, Teilflächen bleiben offen für alternative Pflanzengesellschaften. So entstehen artenreiche Biotope, die Nahrungsquellen und Rückzugsräume für diverse Tierarten bieten.
Nachhaltige Materialien prägen den Park: Sitzbänke aus Buntsandstein, Holzpodeste, Liegedecks und Trittsteine ermöglichen vielfältige Aufenthaltsmöglichkeiten. Insektenhotels, Nistkästen, Totholz und Findlinge fördern die Biodiversität. Funktionale Elemente wie Abfallbehälter und Fahrradbügel runden die Ausstattung ab.

Ort
Calw, Baden-Württemberg
Auftraggeberin
Stadt Calw
Leistung
LP 1-9
Fertigstellung
2026
Partner
Freiraumwerkstatt Sindelfingen, Frank Hornikel
zugehörige Konzeption